Die Landschaft Fünens

Wer sich gerne in freier Natur bewegt und das Meer als Ort der Erholung sucht, der wird die maritime Landschaft Fünens in sein Herz schließen. Die märchenhafte Insel im Süden Dänemarks besticht durch romantische Buchten, Strände, sanfte Hügel und blühende Felder.

 

Die Landschaft Fünens - Buchten, Strände, Hügel und Felder.

Familienausflüge in die Natur Fünens

Auf knapp 3.000 km2 bietet die drittgrößte dänische Insel ein überaus abwechslungsreiches Reiseziel. Wer Fünen besucht, wird auf gastfreundliche Einwohner und ein breites Spektrum an kulturellem Angebot stoßen. Denn in nur 30 Minuten Autofahrt vom Inselrand entfernt liegt die größte Stadt Fünens Odense. Hier steppt der Bär am Puls der Zeit. Fernab des Großstadttreibens erwarten den Besucher beschauliche Kleinstädte und wunderschöne Landschaften Fünens. Je tiefer es in den Inselsüden geht, desto mehr lichtet sich die Gegend, Ruhe und Gelassenheit stellen sich ein. Hier und da prägen strohgedeckte Fachwerkhäuser das Landschaftsbild, würzig duftende Hecken zwischen den Feldern und herrlich weite Flure. Die blühende Vielfalt eröffnet paradiesische Routen, sei es zu Pferde, auf dem Rad oder zu Fuß. Leuchtend gelbe Rapsfelder, saftige Wiesen und schattige Buchenwälder laden zu gemeinsamen Unternehmungen für die ganze Familie ein. Besonders die verstreuten Strände und Buchten verleiten große wie kleine Entdecker zu erlebnisreichen Ausflügen. Ein weiteres charakteristischer Landschaftszug sind die etlichen Seen und hübschen Wasserläufe, die sich durch die Insel ziehen und kostbaren Lebensraum für zahlreiche Fischarten, Krebse, Muscheln etc. stellen.

Norden und Süden

Der Norden Fünens verzeichnet eine weitgehende landwirtschaftliche Nutzung. Die Felder und Flächen verleihen der Gegend einen geordneten und zugleich idyllischen Hauch. Im Nordosten auf der Halbinsel Hindsholm liegt Fyns Hoved, das Naturgebiet für eine Vielzahl an Pflanzen und Tieren. Im Süden der Insel findet der Reisende vermehrt Grünflächen und anmutige Hügellandschaften vor. An der südlichen Inselspitze befindet sich die dänische Kleinstadt Faborg, von der aus in nördlicher Richtung wunderschöne, während der Eiszeit geformte Hügel besucht werden können. Dänemarks Ostsee-Insel lebt vom vielgestaltigen Zusammenspiel der unberührten Natur. Die inspirierende Landschaft Fünens regt mit ihrer frischen Meeresbrise dazu an, den Alltag gänzlich hinter sich zu lassen und das Leben unbeschwert zu genießen.

Ein Blick in frühere Zeiten

Fünen wird schmeichelhaft als die Märcheninsel und Der grüne Garten des Königreichs bezeichnet. Vor Tausenden von Jahren schon bewohnten Steinzeitmenschen das Archipel. Die Überreste der steinzeitlichen Siedlungen geben Aufschluss über die damaligen Lebensbedingungen und zeugen unter anderem von Fischfang und Muscheln als essentieller Nahrungsbestandteil. Die Eiszeit hat dem südfünischen Inselmeer zu seiner heutigen Gestalt verholfen. Im Laufe der Eiszeit entstanden diese für Fünen typischen Hügel, die unweigerlich an Hutformen erinnern, wie sie beispielsweise auf der Ostsee-Insel Langeland in nordöstlicher Entfernung zu Fünen vorzufinden sind, oder auf Avernako, Birkholm und Drejo. Von langgezogenen ovalen, grasbewachsenen Hügeln, sogenannten Drumlins bis hin zu mächtigen Seitenmoränen, so werden vom Gletscher abgelagerte Geröllmassen bezeichnet, fallen die natürlich geschaffenen Akzente, Elemente aus der Eiszeit, auf eindrückliche Weise ins Auge. Charakteristische Seitenmoränen sind z. B. die „Svanninge Hügel“.

Eine ganze Reihe kleiner Inseln, die nur zum Teil bis gar nicht bewohnt sind, ragen im Norden Fünens aus den flachen Bereichen der Ostsee. Da das ganze Jahr lang milde klimatische Verhältnisse herrschen, eröffnet das den Meeresbewohnern und Pflanzenarten einen idealen Nährboden. Das heutige Inselmeer verzaubert mit seinem besonderen Reiz, ist jedoch auf den klimatisch bedingten Anstieg des Meeresspiegels vor etwa 6.000 Jahren zurückzuführen. Das Meeresgebiet und seine Inseln unterliegen dem stetigen Wandel der Zeit, weshalb sich die Insellandschaft in Abhängigkeit zu der Naturgewalt kontinuierlich verwandelt. Die Gewalt von Wind und Meer ist nicht zu unterschätzen. Unaufhörlich lecken und schlagen die Wellen auf die steilen Küstenhänge, formen sie kahl und höhlen sie aus. Winde bewegen Erdmassen und verursachen zusätzliche Erdrutsche. Wenn man bedenkt, dass schon so manche Insel versunken ist, mag man aufmerksam im Hinterkopf behalten, dass die fünischen Inseln seit der vergangenen Eiszeit bereits drei Meter tief gesunken sind.

Großer Belt und Kleiner Belt

Den geschmolzenen Gletscherzungen ist es darüber hinaus zu verdanken, dass die dänische Insel Fünen von eben diesen, den heutigen Meerengen Großer und Kleiner Belt, umgeben ist. Aufgrund dessen ist die Märcheninsel nun vollständig von der Ostsee umgeben. Über diverse Fährverbindungen und Brücken ist das attraktive Urlaubsziel jedoch bestens sowohl an das dänische Festland Jütland angebunden sowie an die größte Insel in Dänemark, das Seeland bzw. auf Dänisch Sjælland.